Arbeitsgruppe: Networks (Infrastrukturnetzwerke)

Europa ist gekennzeichnet durch feinmaschige, koexistierende und interagierende  Netzwerke, in denen Verkehr, Waren und Rohstoffe, Energie und Informationen fließen und die Ver- und Entsorgung der Siedlungszentren als Knotenpunkte dieser Netzwerke erfolgt. Eine qualitativ hochwertige Infrastruktur ist Grundvoraussetzung für eine ökonomisch und kulturell erfolgreiche Industriegesellschaft. Sie schafft Wohlstand und sichert Lebensqualität für die Bürger.

 

Wissensbasierte Technologien in der Informationsgesellschaft

 

In den letzten Jahrzehnten hat durch den Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft die Bedeutung bisheriger Leitsektoren scheinbar abgenommen. Forschungsmittelgestützte Entwicklung findet schwerpunktmäßig in wissensbasierten Technologien statt, die heute als die wichtigste Triebfeder der Globalisierung gesehen werden. Bauforschung mit Bezug zum Verkehr und zur technischen Infrastruktur hat in den letzten Jahren an politischer Bedeutung verloren. Die wirtschaftshistorisch belegte Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur sowie von Ver- und Entsorgungssystemen als die Grundlage für Wohlstand bildende Größe ist wieder in das politische Bewusstsein zu heben.


Rahmenbedingungen ändern sich, z. B. durch die Harmonisierung Europas, die demographische Entwicklung und das Entstehen neuer Märkte. Damit wird neben der Erhaltung des Bestehenden der flexible Betrieb, die verlässliche Verfügbarkeit und die bedarfsgerechte Anpassung der Netze eine wichtige Aufgabe für die Zukunft. Lebenszyklusorientiertes Infrastrukturmanagement, von der regionalen Versorgungsleitung bis hin zur transeuropäischen Verkehrsachse, ist unabdingbar.

 

Aufgaben der Arbeitsgruppe

 

Die Aufgabe der Arbeitsgruppe besteht in der Analyse von bisherigen Forschungsaktivitäten und der Entwicklung eines strategischen Forschungskonzeptes sowie der Zusammenstellung des Forschungsbedarfs im Bauwesen, Teil Verkehrs- und Versorgungsnetze.

 

Themen sind beispielsweise: 

 

  • Weiterentwicklung von Prognosemodellen
  • Entwicklung von Methoden und Verfahren zur Bewertung von Zustand und Qualität
  • Entwicklung von Verfahren des Lebenszyklus-orientierten Infrastrukturmanagements
  • Entwicklung von Strategien zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Infrastrukturen

Für weitergehende Informationen wenden Sie sich bitte an den Leiter der Arbeitsgruppe Networks, Herrn Dr.-Ing. Bernd Schuppener.